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Der neue & alte Vorstand mit Leitung der JBS |
30 Jahre gelebte Gemeinschaft auf Baltrum
Förderverein feiert Jubiläum zwischen Nordseewind, Lagerfeuerromantik und großem Dank
Wenn man auf Baltrum an einem Sommerabend am Lagerfeuer sitzt, Gitarrenklänge durch die Dünen wehen und sich die letzten Sonnenstrahlen golden auf der Nordsee spiegeln, dann versteht man schnell, warum so viele Menschen diese Insel und insbesondere die NTB-Jugendbildungsstätte tief in ihr Herz geschlossen haben.
Genau dieses Gefühl prägte auch das Jubiläumswochenende zum 30-jährigen Bestehen des Fördervereins der Freunde und Förderer der NTB-Jugendbildungsstätte Baltrum e.V.. Über Generationen hinweg kamen Mitglieder, Familien, ehemalige Teilnehmende und langjährige Wegbegleiter zusammen, um drei Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement, Freundschaft und Verbundenheit zu feiern.
Drei Jahrzehnte Unterstützung für die Jugendbildungsstätte
Seit seiner Gründung verfolgt der Förderverein ein klares Ziel: Die NTB-Jugendbildungsstätte auf Baltrum als einzigartigen Ort für Begegnung, Bildung und Gemeinschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Der Verein unterstützt damit eine Einrichtung, die seit Jahrzehnten nach dem besonderen „Baltrum-Konzept“ lebt – einem Konzept, das Eigenverantwortung, Gemeinschaftssinn und ehrenamtliches Engagement in den Mittelpunkt stellt.
Was vor 30 Jahren mit viel Idealismus begann, hat sich zu einer beeindruckenden Erfolgsgeschichte entwickelt. Insgesamt konnten in dieser Zeit 214.000 Euro an Fördermitteln gesammelt und investiert werden. Besonders bemerkenswert: Über 100.000 Euro wurden allein in den vergangenen zehn Jahren für die Weiterentwicklung der Jugendbildungsstätte eingesetzt.
Dabei entstanden nicht nur große Projekte, sondern auch viele kleine Verbesserungen, die den Alltag auf Baltrum bis heute prägen.
Vom Aussichtsturm bis zur Spielekiste
Besonders sichtbar wird die Arbeit des Fördervereins an zahlreichen Einrichtungen auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte.
So unterstützte der Verein unter anderem den markanten Aussichtsturm, der heute vielen Gästen einen unvergleichlichen Blick über Dünen, Watt und Nordsee ermöglicht. Für zahlreiche Kinder gehört der Aufstieg längst ebenso zu einem Baltrum-Aufenthalt wie das Baden im Meer oder das gemeinsame Singen am Lagerfeuer.
Auch die beliebte Kletteranlage konnte mit Hilfe des Fördervereins realisiert und weiterentwickelt werden. Sie bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen die Möglichkeit, sich auszuprobieren, Grenzen zu überwinden und gemeinsam Erfolge zu erleben.
Ein weiteres Beispiel ist die moderne Calisthenics-Anlage, die Bewegung, Sport und Begegnung auf zeitgemäße Weise verbindet und inzwischen von vielen Gästen genutzt wird.
Doch die Geschichte des Fördervereins besteht nicht nur aus großen Bauprojekten. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die eine Jugendbildungsstätte lebendig machen: Gemeinschaftsspielesammlungen für regnerische Tage, neue Liederbücher für die Abende am Lagerfeuer, Bilder und Dekorationen für die Räume, Sport- und Freizeitmaterialien oder zahlreiche Anschaffungen, die den Aufenthalt für Generationen von Gästen angenehmer gemacht haben.
Viele dieser Dinge werden von den Besuchern ganz selbstverständlich genutzt. Gerade deshalb zeigen sie besonders eindrucksvoll, wie nachhaltig die Arbeit des Fördervereins wirkt.
Neuwahlen und ein bewegender Abschied
Ein zentraler Programmpunkt des Jubiläumswochenendes war die Mitgliederversammlung mit den turnusmäßigen Vorstandswahlen.
Nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit stellten Harry Lohstroh als Finanzwart und Heinz Röhrbein als 1. Vorsitzender ihre Ämter zur Verfügung. Beide haben den Förderverein über lange Zeit geprägt und entscheidend dazu beigetragen, dass zahlreiche Projekte verwirklicht werden konnten.
Zur neuen 1. Vorsitzenden wurde Wenke Höhndorf gewählt. Die Finanzen übernimmt künftig Steffen Jagusch. Uli Meinert wurde als 2. Vorsitzender ebenso im Amt bestätigt wie Sabine Jorns als Schriftführerin.
Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt – ein starkes Zeichen für das Vertrauen und den Zusammenhalt innerhalb des Vereins.
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Eine Ehrung durch einen langjährigen Wegbegleiter |
Eine besondere Ehrung für Heinz Röhrbein
Besonders emotional wurde es, als Heinz Röhrbein für sein langjähriges Wirken mit dem DTB-Ehrenbrief ausgezeichnet wurde.
Zu diesem Anlass war seine Familie vollständig nach Baltrum gekommen. Seine beiden Söhne reisten gemeinsam mit ihren Ehefrauen sowie den Enkelkindern an, um diesen besonderen Moment mitzuerleben.
Die Ehrung wurde von langanhaltendem Applaus begleitet und bewegte viele Anwesende sichtbar. Sie war Ausdruck des großen Dankes für einen Menschen, der über viele Jahre hinweg unzählige Stunden seiner Freizeit in die Jugendbildungsstätte und den Förderverein investiert hat.
Inselrallye, Kreativität und Begeisterung
Natürlich stand an diesem Wochenende nicht nur die Vereinsarbeit im Mittelpunkt.
Eine abwechslungsreiche Inselrallye führte die Teilnehmer über die gesamte Insel. Dabei mussten verschiedene Aufgaben gelöst werden. Besonders kreativ wurde es bei der Herausforderung, eigene Gedichte oder Lieder zu verfassen.
Die Ergebnisse wurden am Abend auf der kleinen Bühne in der Arena präsentiert. Mit viel Witz, Fantasie und Herzblut entstanden Vorführungen, die das Publikum begeisterten und immer wieder für herzhaftes Lachen sorgten.
Es waren genau diese Momente, die zeigten, wie lebendig die Gemeinschaft des Fördervereins ist und wie schnell Menschen unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch kommen.
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Lagerfeuer, wie es sich gehört: Mit Gitarre, Lachen und tiefen Gesprächen... |
Lagerfeuer, Sonnenuntergänge und das Gefühl von Zuhause
Die eigentliche Magie des Wochenendes entstand jedoch oftmals zwischen den Programmpunkten.
Wenn die Sonne langsam hinter den Dünen versank und den Himmel in warme Rot-, Orange- und Goldtöne tauchte, versammelten sich viele Teilnehmer am Lagerfeuer. Dort waren die Gitarristen stets mittendrin und sorgten dafür, dass bekannte Lieder bis spät in den Abend hinein über das Gelände klangen.
Zwischen den Liedern wurden Geschichten erzählt, Erinnerungen ausgetauscht und neue Freundschaften geschlossen. Das Knistern des Feuers, der salzige Duft der Nordsee und die langsam hereinbrechende Dunkelheit verliehen diesen Stunden eine ganz besondere Atmosphäre.
Viele Teilnehmer beschrieben später genau diese Abende als die schönsten Momente des Jubiläums.
Aktiv für Jung und Alt
Dass Baltrum Menschen jeden Alters verbindet, zeigte sich auch bei den zahlreichen Freizeitangeboten.
Für Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene wurden Kletteraktionen angeboten. Eine große Riesenschaukel sorgte für Begeisterung und wurde von den unterschiedlichsten Altersgruppen genutzt.
Parallel entstanden bei Boule-Spielen immer neue Gesprächsrunden, während andere einfach die Sonne genossen oder die Gelegenheit für einen Gang um das Ostende nutzten.
Das außergewöhnlich gute Wetter machte es möglich, dass viele Gäste sogar in der Nordsee baden gingen – ein zusätzlicher Höhepunkt des Wochenendes.
Besonders schön war dabei die Altersvielfalt der Teilnehmer. Von einjährigen Kindern bis hin zu Gästen weit über 90 Jahren waren alle Generationen vertreten. Auch dadurch entstand das Gefühl einer einzigen großen Familie.
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Die Chill-Out-Area braucht eine neue Liege |
Gemeinsam anpacken
Typisch für die Jugendbildungsstätte und ihren Förderverein ist jedoch nicht nur das Feiern, sondern auch das gemeinsame Arbeiten.
So nutzten einige Mitglieder die Gelegenheit, die beliebte Chill-Out-Area weiter aufzuwerten und mit einer neuen Bank zu komplettieren. Wieder einmal wurde sichtbar, wie selbstverständlich viele Helferinnen und Helfer ihre Zeit investieren, um die Jugendbildungsstätte für kommende Generationen noch schöner zu machen.
Das Herz des Wochenendes: Das Küchenteam
Ein besonderer Dank gilt dem ehrenamtlichen Küchenteam.
Unter der Leitung von Meike Kloppenburg mit der Unterstützung ihres Mannes Dieter und Doris Theilken, Kiki Amthor und Monika Holste wurde über viele Stunden geplant, vorbereitet, organisiert und gekocht.
Ob die Vorbereitungen für das gemeinsame Grillen, die liebevoll gestaltete Jubiläumstorte oder die vielen unsichtbaren Arbeiten im Hintergrund – das Team sorgte dafür, dass sich alle Gäste rundum wohlfühlen konnten.
Mit großem Einsatz, Herzlichkeit und viel Leidenschaft schufen sie ein echtes Rundum-sorglos-Paket für alle Teilnehmenden und trugen entscheidend dazu bei, dass das Jubiläum in so besonderer Erinnerung bleiben wird.
Mit Zuversicht in die nächsten Jahrzehnte
Als das Wochenende schließlich zu Ende ging und die letzten Teilnehmer die Heimreise antraten, blieb vor allem ein Gefühl zurück: Dankbarkeit.
Dankbarkeit für 30 Jahre Förderverein. Für 214.000 Euro an Unterstützung. Für große Projekte wie den Aussichtsturm, die Kletteranlage oder die Calisthenics-Anlage. Für die vielen kleinen Anschaffungen, die den Alltag auf Baltrum bereichern. Vor allem aber für die Menschen, die diese Gemeinschaft über Jahrzehnte hinweg getragen haben.
Das Jubiläum hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Förderverein weit mehr ist als ein Verein. Er ist ein Netzwerk aus Freundschaften, Erinnerungen und gemeinsamer Verantwortung für einen ganz besonderen Ort.
Und während am letzten Abend noch einmal Gitarren erklangen und die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand, wurde vielen bewusst: Die schönsten Geschichten des Fördervereins liegen nicht nur in den vergangenen 30 Jahren – viele weitere werden erst noch geschrieben.
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